Sri-Lanka: Workshop zur Digitalisierung des Seehandels schafft Austausch zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor


Im Rahmen des ‘Digitising Global Maritime Trade‘ (DGMT)-Projektes fand am 10. März in Sri Lanka ein Workshop zur Digitalisierung von Zollprozessen im Seehandel statt. Die Veranstaltung bildet den Auftakt für einen kontinuierlichen Austausch zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor – weitere Foren folgen in den kommenden Monaten. Unternehmen konnten eigene Erfahrungen für einen reibungslosen Übergang zu den neuen Prozessen einbringen. Durch das DGMT-Projekt wird der Privatsektor von effizienteren Im- und Exportprozessen profitieren.

Der Generaldirektor der Sri-Lankischen Zollverwaltung (SLC) betonte in seiner Eröffnungsrede: „Dieser Workshop ist eine ausgezeichnete Gelegenheit zu diskutieren, wie der Zoll als auch die Privatwirtschaft vom digitalen Informationsaustausch profitieren können“. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von SLC und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisiert, um Teilnehmende verschiedener Bereiche ins Gespräch zu bringen. Dazu gehörten Vertretende der Zollverwaltung und anderer relevanten Behörden, sowie zahlreiche Schlüsselakteur*innen aus der Im- und Exportwirtschaft, Reedereien, und Logistikdienstleistende.

Durch das Feedback des Privatsektors können die neuen Verfahren wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden. Die Empfehlungen bilden die Grundlage für den Aufbau neuer Kapazitäten, um Unternehmen bei der Prozessumstellung zu unterstützen.

Im Rahmen des DGMT-Projektes arbeiten öffentliche und private Akteur*innen zusammen, um den Vorab-Zugang des Zolls zu digitalen Informationen im Seehandel zu verbessern. Der Zugang wird es dem sri-lankischen Zoll ermöglichen, bereits vor Ein- oder Ausfuhr der Fracht zu entscheiden, welche Container bei Ankunft physisch kontrolliert werden müssen, und welche freigegeben werden können. Dies führt zu einer erheblichen Reduktion von Zeit und Kosten des Seehandels für Im- und Exportierende.

Das Projekt setzt dabei die neue Datenintegrationslösung ASYHUB ein (entwickelt von der United Nations Conference on Trade and Development), die einen reibungslosen Austausch von Seefrachtdaten zwischen dem sri-lankischen Zoll und Anbieter*innen von Handelsdaten wie beispielsweise TradeLens ermöglicht.

Das DGMT-Projekt wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und durch die GIZ im Rahmen von develoPPP durchgeführt.

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