Sri Lanka: Digitale Lösungen verbessern Import- und Exportprozesse für Seefracht ab Anfang 2023


Zoll erleichtert den Handel durch neue IT-Lösung für den Informationsaustausch

Die Zollbehörde in Sri Lanka (Sri Lanka Customs, SLC) macht große Fortschritte bei der Einführung digitaler Technologien zur Optimierung der Zollabfertigung. Der Privatsektor wird bald davon profitieren, dass elektronische Daten direkt mit SLC geteilt werden können. Dadurch werden die Import- und Exportprozesse von Seefracht vereinfacht.

Workshop zum Austausch mit dem Privatsektor

Am 17. November veranstalteten SLC und die Deutsche Allianz für Handelserleichterungen einen Workshop mit dem öffentlichen und privaten Sektor. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Digitising Global Maritime Trade“ (DGMT) bekamen Vertreter*innen der Privatwirtschaft einen detaillierten Überblick zu optimierten Prozessen durch eine neue IT-Plattform. Sie wurden dazu angeregt, den reibungslosen Übergang zu den digitalen Verfahren zu unterstützen. Der Workshop brachte die Expert*innen von SLC und anderen verwandten Regierungsbehörden sowie Vertreter*innen von Export- und Importunternehmen, Wirtschaftsverbände, Reedereien und Logistikdienstleister zusammen.

„Durch dieses Projekt werden wir in der Lage sein, notwendige Dokumente mit dem Privatsektor elektronisch auszutauschen. Dies wird effizientere Verfahren ermöglichen und wiederum den Zeit- und Kostenaufwand bei der Zollabfertigung verringern. Heute wollen wir mit Ihnen weiter über unsere neue IT-Lösung diskutieren und wie Sie diese in Zukunft nutzen können“, sagte Herr P.B.S.C. Nonis, Generaldirektor des Zolls zur Eröffnung.

Eine digitale Plattform für effizienteren Import und Export

Das Projekt setzt in Sri Lanka das IT-System ASYHUB ein. Es wurde von der „United Nations Conference for Trade and Development” (UNCTAD) entwickelt, um Unternehmen beim Austausch elektronischer Dokumente vor dem Import und Export von Seefracht zu unterstützen.

Der Zugang zu diesen digitalen Informationen ermöglicht es SLC, den Abfertigungsprozess von Seefracht noch vor der physischen Ankunft bzw. Ausfuhr von Waren einzuleiten. So kann SLC auch im Voraus bestimmen, welche Ladung inspiziert und welche freigegeben werden soll. Das spart Zeit und senkt Kosten für Reedereien, Speditionen sowie für Importierende und Exportierende selbst. Damit trägt das Projekt dazu bei, den internationalen Handel zu erleichtern, was die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Sri Lankas erhöht.

Im Workshop erlebten die Unternehmen zudem eine Live-Demonstration der neuen digitalen Plattform und lernten, wie man Daten an SLC übermittelt. Im ersten Halbjahr 2023 wird es eine Pilotphase geben. Die Unternehmen werden frühzeitig in das ASYHUB-System eingebunden und die neuen Funktionalitäten getestet. SLC diskutiert die nächsten Schritte mit den relevanten Branchenverbänden.

Das Feedback des Privatsektors war positiv, und viele Teilnehmende bekundeten ihr Interesse, sich am Projekt zu beteiligen. Öffentlicher und privater Sektor waren sich einig, dass die neue digitale Plattform das Potenzial für effizientere Import- und Exportprozesse hat.

DGMT Projektstruktur

Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt das Projekt durch die Deutsche Allianz für Handelserleichterungen im Rahmen des develoPPP-Programmes um, in Kooperation mit UNCTAD und dem Privatsektor in Sri Lanka und Kambodscha.

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